Staatsministerin Michaela Kaniber lobt Jagddialog im Berchtesgadener Land

AELF, BaySF und BJV-Kreisjagdverband stehen Ministerin Rede und Antwort

Berchtesgadener Land: Kürzlich trafen sich im Stimmkreisbüro der Staatsministerin Michaela Kaniber der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Alfons Leitenbacher, der Leiter des BaySF- Forstbetriebes Dr. Daniel Müller und Hans Berger, der 1. Vorsitzende der BJV- Kreisgruppe Berchtesgadener Land, der dieses Gespräch angestoßen hat. Dabei war die Ministerin voll des Lobes für den vor Ort praktizierten jagdlichen Dialog zwischen den verschiedenen Interessensgruppen.

Nachdem seit längerer Zeit das Gamswild auch im Berchtesgadener Land im Fokus steht, wurde dieses Thema umfassend angesprochen. Erhebungen des Nationalparks Berchtesgaden und die Zahlen des Forstbetriebes Berchtesgaden, die Dr. Daniel Müller erläuterte, belegen, dass der Gamswildbestand im Berchtesgadener Land stabil ist. Hans Berger kann diese Aussagen auf Grund seiner Information von Hochwildjagdberater Andreas Soyter und mehreren Revierinhabern nur bestätigen. Laut Daten der Unteren Jagdbehörde des Berchtesgadener Landes bewegen sich die Gamsstrecken seit ungefähr zwanzig Jahren auf gleich hohem Niveau. Von einer Gefährdung des Gamsbestandes könne also nicht die Rede sein, so Hans Berger. Vielmehr profitierten gerade die angrenzenden Jagden in Österreich davon, dass auf weiten Strecken entlang der Staatsgrenze im Nationalpark und am Untersberg auf bayerischer Seite nicht gejagt werde.


Als weiteres Thema wurde das flächendeckende Umstellen der Bejagung mit bleifreier Munition angesprochen. Obwohl im Entwurf der Bundesjagdgesetznovelle eine entsprechende Weichenstellung vorgesehen ist, möchte Hans Berger eine raschere Umstellung ähnlich wie im Nationalpark und bei den Bayerischen Staatsforsten erreichen. Ein zentraler Punkt für ihn sei dabei, dass der heimischen Gastronomie in Zukunft garantiert bleifrei erlegtes Wildbret angeboten werden kann.


Alfons Leitenbacher berichtete über die neu gegründete Arbeitsgemeinschaft „Mensch-Wild-Natur“ im Berchtesgadener Land. Michaela Kaniber hob besonders hervor, dass sie den Dialog mit allen Naturnutzern, wie dies im Berchtesgadener Land gelebt wird, als besonders beispielhaft sieht. Dr. Daniel Müller ergänzte, dass die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Interessensgruppen allen Belangen hilft.


Zum derzeit laufenden Vegetationsgutachten waren sich alle Beteiligten einig, dass die vom AELF Traunstein seit 2006 flächendeckend erstellten revierweisen Aussagen für die einzelnen Jagdreviere eine sehr aussagekräftige Ergänzung zu den hegegemeinschaftsweisen Inventurdaten sind. Hans Berger merkte an, dass die betroffenen Revierinhaber und Jagdvorsteher die Möglichkeit zur Teilnahme an der Verbissaufnahme, insbesondere aber auch zu gemeinsamen Revierbegängen nutzen sollten. Dabei bat Hans Berger auch darum, der Untere Jagdbehörde bei der konsequenten Umsetzung der jagdrechtlichen Vorgaben den Rücken zu stärken.

Aufgrund der anhaltenden Pandemiesituation konnte bereits im letzten Jahr keine Hegeschau durchgeführt werden. Über eine Durchführung der Hegeschau in diesem Jahr, kann nach derzeitiger Lage der Inzidenzwerte noch keine Entscheidung getroffen werden.

Hans Berger bedankte sich zum Schluss des Informationsaustausches bei Frau Staatsministerin Michaela Kaniber für das offene und informative Gespräch und bat sie, sich weiterhin für Wald und Wild in unserer schönen Bayerischen Heimat einzusetzen. Die Ministerin bedankte sich ebenfalls bei den Gesprächsteilnehmern, lobte ausdrücklich die konstruktive Zusammenarbeit aller regionalen Akteure und sicherte weiterhin ihre Unterstützung zu.

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