Aktuelles von der Kreisgruppe Berchtesgadener Land

Berchtesgadener Jägerschaft begeht Hubertusfeier in Berchtesgaden

„Unsere Wildtiere sind Teil der Schöpfung!“

Die Legende vom heiligen Hubertus besagt, dass Hubertus von Lüttich Gott keinen Platz mehr in seinem Leben einräumte und an einem christlichen Feiertag unbotmäßigerweise zum Jagen ging. Es begegnete ihm ein Hirsch, dem er nachstellte. Als er diesen stellte, wandte der Hirsch ihm sein Haupt zu und hatte ein Kreuz zwischen den Geweihstangen. Gleichzeitig ertönte die Stimme Gottes, die fragte „Hubertus! Warum verfolgst Du mich?“. So wurde Hubertus bekehrt und ihm wird seit jeher am 3. November als Schutzpatron der Jäger gedacht.
Kaplan Rauffer ging in seiner Predigt auf diese Legende ein. Für die Jäger ist sie Grundlage ihres Leitsatzes „den Schöpfer im Geschöpfe zu ehren“.
Auf diesen Grundsatz ging auch Hans Berger, Vorsitzender der Kreisgruppe BGL des Bayerischen Jagdverbands in seiner Ansprache vor der Messe ein. Etwa zweihundert Jäger hatten sich auf dem festlich geschmückten Vorplatz der Stiftskirche in Berchtesgaden eingefunden.
Er erinnerte an die jagdgeschichtliche Bedeutung der Region als Revier der bayerischen Könige. Damals seien die Wildbestände noch gehegt und gepflegt worden. In der heutigen Zeit sei die Jagd überwiegend in den Händen der Bayerischen Staatsforsten und des Nationalparks mit der Folge, dass dort nun unter völlig anderen Gesichtspunkten gejagt werde.
Die Hubertusmesse sei Anlass für die Stunden in der Natur zu danken.
Es seien aber nicht nur schöne Stunden, die die Jagd ausmachen – Jagd bedeute auch die Bereitstellung eines hochwertigen Lebensmittels und sie ist Garant für ein Gleichgewicht der Natur und für einen gesunden Wald. „Jagd ist eine  Dienstleistung an der Gesellschaft“, so Hans Berger.
Der Respekt vor der Kreatur und jagdliches Brauchtum blieben heute leider oft auf der Strecke. Der Vorsitzende macht hierfür Argumente wie Wirtschaftlichkeit, Objektschutz und Klimawandel verantwortlich, die eine Bejagung der Wildtiere über das gesamte Jahr rechtfertigen sollen.
„Wald mit Wild ist unser Leitsatz!“ unterstrich er, weswegen die Jägerschaft an ihren Traditionen festhalten werde.
Gerade aber das „Wild“, also jene Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen, geniesse nur wenig Schutz. Zum Schutz mancher anderer Tierarten werden ganze Bauprojekte abgeblasen oder Ruhezonen und Ersatzlebensräume eingerichtet. Im Falle des Schalenwildes ist es anders herum – hier sei dann Abschuss und Reduktion der Tierzahlen die Lösung. Er bat die Verantwortlichen, alle Tiere gleich zu behandeln und gleich zu werten.
Auch bezüglich der Ansiedlung der großen Beutegreifer wie Wolf und Luchs fand seine Rede klare Worte. „Es ist verwunderlich, dass gerade die Personen, die wenig über die Zusammenhänge in der Natur wissen,  solche Forderungen stellen.“ Unsere Landschaft sei dicht besiedelt und große Prädatoren haben hier keine Platz mehr. Die Jägerschaft stelle sich klar auf die Seite der Landwirte, Almbauern und Schäfer, so Berger.
Zum Abschluss wünschte er sich, dass alle, welche mit der Jagd zu tun haben, menschlich und respektvoll miteinander umgehen mögen.
Nach seiner Ansprache wurde die vor der Stiftskirche gelegte Strecke verblasen und noch einmal  auf die Bedeutung und die Schutzwürdigkeit der einzelnen Wildtierarten eingegangen.
Nach dem „Jagd vorbei“ und „Halali“ begaben sich die Jäger und Gäste in die festlich geschmückte Stiftskirche, in der Kaplan Rauffer eine würdige Hubertusmesse zelebrierte. Umrandet von den hervorragenden Rupertiwinkler Jagdhornbläsern gelang ihm eine interessante und nachdenklich stimmende Predigt, in der er natürlich auch noch einmal auf den heiligen Hubertus einging und ermahnte, dem Herrn im Leben den gebührenden Platz einzuräumen und als Jäger stets den Schöpfer im Geschöpf zu ehren.
Anschliessend begab sich die Festgemeinde zum Gasthof „Zum Neuhaus“, um die Feier gemütlich ausklingen zu lassen.
Nach einem hervorragenden Wildessen begrüßte der Vorsitzende noch einmal die Jäger und Ehrengäste, unter ihnen der stellvertretende Landrat Helmut Fürle, Angelika Niedl und Wolfgang Kastner vom Landratsamt, der Ehrenvorsitzende der Kreisgruppe Hans Niederberger, der ehemalige Vorsitzende der Kreisgruppe Karl Willer, Dr. Daniel Müller, Leiter der  Bayrischen Staatsforsten Berchtesgaden und die Berufsjäger. Er dankte besonders Max Neudecker für die hervorragende Organisation der Feier und das festliche Schmücken der Strecke.
Auch der stellvertretende Landrat Helmut Fürle richtete das Wort an die Jäger und betonte auch noch einmal die Bedeutung der Jagd und der Waidgerechtigkeit im Besonderen.
Musikalisch umrahmt von der „Salzwieser Tanzlmusi“ galt es noch wichtige Ehrungen vorzunehmen, an den alt-verdienten und den ganz jungen Jägern.
Zu den Verdientesten der Kreisjägerschaft gehört Hubert Niederberger, ehemaliger Vorsitzender und seit 57 Jahren Mitglied im Bayrischen Jagdverband. Er wurde zu seinem 90. Geburtstag durch den Vorsitzenden besonders geehrt und beschenkt. Angesichts der Rüstigkeit und Feierlaune des Jubilars mochte man das Lebensalter beinahe anzweifeln.
Eine weitere Ehrung durften die Jungjäger erfahren. Sie gehören zu den Absolventen der Rupertiwinkler Jagdschule und haben in diesem Jahr ihre Jägerprüfung bestanden. Acht von ihnen nahmen an diesem Abend sichtlich stolz ihren kunstvoll gestalteten Jägerbrief entgegen.
Bei guter Musik und interessanten Gesprächen fand die gelungene Hubertusfeier in den frühen Morgenstunden ihren Ausklang.

Hubertus1 2018

„BJV Vorsitzender Hans Berger hielt vor der Stiftskirche Berchtesgaden eine Ansprache zu aktuellen Jagdthemen“

Hubertus2 2018

„Zusätzlich zum Jagdschein bekamen die Absolventen der Jägerprüfung kunstvoll gestaltete Jägerbriefe“

Staatsministerin Michaela Kaniber eröffnet Symposium „Mensch – Bergwald –Wild“

Mammutaufgabe für vielfältige Ansprüche im Alpenraum

Bayerisch Gmain. Der Alpenraum wird zunehmend überbeansprucht und überfordert. Wie kann die Balance zwischen den verschiedenen Interessen und Interessensgruppen gefunden werden um das Ökosystem auch für nachfolgende Generationen zu erhalten. Dies wurde beim Symposium „Mensch – Bergwald – Wild“ in Bayerisch Gmain intensiv diskutiert.
Eingeladen hatte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein in enger Zusammenarbeit mit der Jägerschaft des Berchtesgadener Land.
Die Veranstaltung war gut besucht. Ca. 140 Interessierte aus dem Bereich Waldbauern, Jäger, Forstleute, Bund Naturschutz, Tourismus, Wasserwirtschaft, Vereine, Behörden und Politik waren der Einladung gefolgt.
Die Tagung eröffnete Staatsministerin für Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber. Sie hatte nach zahlreichen Gesprächen mit verschiedenen Interessensgruppen die Veranstaltung angeregt, welche als Forum für alle, denen die Zukunft unserer einmaligen Gebirgswelt am Herzen liegt und die sich konstruktiv bei der Suche nach gemeinsamen Lösungen einbringen wollen.
„Wir stehen in der großen Verantwortung, dieses wertvolle Erbe, diese einzigartige Kulturlandschaft in ihrer ganzen Vielfältigkeit zu erhalten und in eine sichere Zukunft zu führen“, so die Staatsministerin.
Die Bedürfnisse der Waldbesitzer und Jäger dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Dafür habe sie sich auch bei der Fortschreibung des Waldpaktes eingesetzt. Auch auf die Auswirkungen der zunehmenden Freizeitgestaltung in den Alpen ging die Ministerin ein und erwähnte als Beispiel die Schitouren mit Stirnlampe oder das Mountainbiken auch abseits der Wege.
Folgt man den Statements der Vertreter einzelner Interessengruppen erkennt man in der Schwerpunktsetzung viele Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede, die letztendlich zusammengeführt und aufeinander abgestimmt werden müssen. Die Forstwirtschaft hat vor allem den Bergwald als zentrales Element des Alpenraumes im Blick. Dieser müsse fachgerecht geschützt und bewirtschaftet werden.
So äußerten sich Dr. Gerhard Schreyer, der ehemalige Leiter der Bayerischen Staatsforstverwaltung, Walter Raith, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein, Peter Nagel, Geschäftsführer von BGL Tourismus jeweils aus deren speziellen Sichtweise zum Thema.
Im Anschluss hatten Hans Berger, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe BGL und Thomas Schreder, Vizepräsident vom Bayerischen Jagdverband das Wort und beide sind überzeugt, dass Wald und Wild zusammengehöre. Den Bauernstand vertrat Georg Baumgartner, BGL-Kreisbauernobmann und meinte, man brauche keine Überregulierungen und keine schleichende Enteignung der Bauernschaft, um die Umwelt zu schützen. Die Jagd sei heute für alle notwendiger denn je.

Bilder zu dieser Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie

 

Aktuelle Information des Landratsamts

Hinweise für Jäger bei Auffinden eines toten Wildschweines im Landkreis Berchtesgadener Land

Die Wildschweinzahlen im Landkreis Berchtesgadener Land sind bisher sehr gering und nicht mit der Wildschweindichte z. B. in Niederbayern zu vergleichen. Dennoch wird nachfolgend der vorgesehene Ablauf bei Fund eines toten Wildschweines im Landkreis BGL dargestellt:
Das Landratsamt/Veterinäramt BGL ist vom zuständigen Jäger über den Fund zu informieren (Tel.: 08651/773-204); In Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt wird dann die weitere Vorgehensweise (Bergung des Tierkörpers Entnahme von Proben, Einsendung der Proben ans zuständige Labor) besprochen.
Für weiter Informationen zur Afrikanischen Schweinepest beim Wildschwein wird auf die Homepage des LGL (Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) verwiesen.

Anschußseminar am 12. Mai

Am letzten Samstag, 12. Mai, fand zum ersten Mal ein Anschussseminar unter der Leitung eines der Nachsuchenführer der Kreisgruppe Berchtesgadener Land,  Mirko Lietz, und eines weiteren anerkannten Nachsuchenführers, Manfred Lindsey, am Surspeicher statt. Fünf Teilnehmer fanden sich zu diesem Seminar ein, eine Teilnehmerin war sogar von München angereist.
Es stellte sich heraus, dass die geringe Teilnehmerzahl ein großer Vorteil war, denn somit erhielten die Veranstalter die volle Aufmerksamkeit, die sie verdienten.
Gezeigt wurde an 16 Stationen, was man aus einem Anschuss alles herauslesen kann. Allen Teilnehmern wurde sehr schnell bewusst, wie unachtsam man oft an den Anschuss herangeht. Gezeigt wurde, dass man viele Dinge beachten muss um zu erkennen, ob und wie die Nachsuche auf ein krankes Stück sich gestalten wird. Und ob man nicht doch besser auf einen Spezialisten in Form eines Nachsuchenführers zurückgreifen sollte. Manfred Lindsey zeigte explizit, auf was man alles achten muss: Schnitthaare und deren Länge, Farbe des Schweisses, ob Gewebestücke verteilt sind, sogar die Konsistenz der Knochensplitter wurden unter die Lupe genommen. Glatte Röhrenknochensplitter deuten z.B. auf einen Laufschuss im unteren Bereich hin, mit Gewebe dran, aus dem oberen Bereich. Knochenfragmente, die biegsam sind, lassen auf eine Verletzung im Rippenbereich schliessen etc. Eine Station wurde intensivst von den Teilnehmern untersucht, bis einer auf einen Baum deutete. Dies war eine Anschussstation die darauf abzielte zu merken, dass hier ein Fehlschuss vorlag, denn der Baum war von einer Kugel durchschlagen worden!
Auch wurde ein Reh an einer Aufhängung befestigt und eine weisse Plane dahinter ausgebreitet. Am Morgen hatte einer der Seminarleiter dem bereits zuvor erlegten Tier zu Demonstationszwecken einen Kammerschuss angetragen und anhand der Plane konnte man sehen, wie weit die Pirschzeichen verteilt waren, sogar den Kugelriss sah man eindeutig. Dies ist für jeden Hundeführer wichtig, denn durch diese Erkenntnis führt man den Hund nicht stur zum Anschuss, der für den Menschen eindeutig erkennbar ist, sondern verlässt sich auf seinen Hund, der vielleicht schon im Umkreis des sichtigen Anschusses die Witterung aufnimmt. Abschliessend demonstrierte noch Mirko Lietz, wie er seinen Hannoverschen Schweisshund Aron eingearbeitet hat bzw. wie dieser ihm verweist und gab praktische Tipps zur Einarbeitung jedes Hundes auf Schweiss. Zwischendurch schon hervorragend verköstigt durch Frau Lietz, hatten alle Seminarteilnehmer abschliessend in gemütlicher Runde die Möglichkeit, weitere Fragen zu stellen und die eine oder andere spannende, persönliche Nachsuchengeschichte zu erzählen.
Abschliessend galt der Dank an beide Referenten und jeder Seminarbesucher bestätigte, dass dies eine ausserordentlich lohnenswerte Veranstaltung gewesen sei. Und auch hoffentlich nicht die letzte dieser Art.

 anschuss1 anschuss2

anschuss3

Bauernverband, AELF und Jagdverband an einem Tisch

Umfangreiche Gespräche rund um die Jagd

von Hans Berger

BGL/TS: Anlässlich der Neubesetzung des Geschäftsführers des Bayerischen Bauernverbandes in der Geschäftsstelle in Traunstein bat der 1. Vorsitzende der Kreisjägerschaft Berchtesgadener Land, Hans Berger um ein Gespräch zum gegenseitigen Kennenlernen.
Der besagte Termin fand im Gebäude des AELF`s in Traunstein im Beisein vom Behördenleiter, Alfons Leitenbacher und dem Bereichsleiter Forst, Hannes Lechler, statt. Anwesend war der neue Geschäftsführer des BBV TS Matthäus Michlbauer, sowie von der Kreisjägerschaft Berchtesgadener Land, 1. Vorsitzender Hans Berger, 2. Vorsitzender Werner Schmölzl und Ehrenvorsitzender Hans Niederberger.
Nach einer Vorstellungsrunde erläuterte Hans Berger, dass ihm das Verhältnis zum Bauernverband und zum AELF wichtig sind. Nur mit einem Miteinander wird das gemeinsame Ziel, ein waldverträglicher Wildbestand in der Region erreicht. Berger betonte aber auch, dazu seien ein fairer Umgang und gegenseitiges Verständnis von großer Bedeutung.
Herr Michlbauer stellte die Frage in den Raum, wie der Jagdverband zur Schwarzwildproblematik, zu Biber und Fischotter und letztendlich auch zum Wolf stehe. Werner Schmölzl sagte den Landwirten die grundsätzliche Unterstützung zu und erklärte, dass die Jäger im BGL entsprechend der Gesetzeslage handeln werden.
Alfons Leitenbacher betonte die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Kreisgruppe BGL und brachte nochmal die richtungsweisenden Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaft Rehwild in Erinnerung. Außerdem regte er an, die Diskussion über ein Schalenwild- und Fütterungskonzept im BGL wieder aufzunehmen. Hans Niederberger erkundigte sich nach dem Stand des Vegetationsgutachtens. Hannes Lechler erklärte, die Aufnahmen seien abgeschlossen, Ergebnisse lägen aber noch keine vor. Zur Erläuterung der Gutachten und der revierweisen Aussagen wies er auf das bewährte Mittel der Revierbegänge hin, die weiterhin vom Amt angeboten werden.
Zum Schluss der Gesprächsrunde bedankte sich Hans Berger bei allen Beteiligten und bot dem Bauernverband und dem AELF die Unterstützung und Zusammenarbeit an. Er betonte nochmal, dass die Kreisjägerschaft der Ansprechpartner in allen Belangen rund um die Jagd ist.

 Bauernverband

Bild: AELF

Klares Ja zur Hegeschau

Die Kreisgruppe Berchtesgadener Land des Landesjagdverbandes Bayern (BJV) führte am 17.03.2018 ihre alljährliche Hegeschau durch

von Monika Konnert

Teisendorf: Einmal im Jahr müssen Jäger die Trophäen ihres erlegten Wildes der Öffentlichkeit präsentieren. So geschehen am Samstag im Poststall Teisendorf, wo die Kreisgruppe Berchtesgadener Land des Landesjagdverbandes Bayern (BJV) ihre Hegeschau durchführte. Schon am Vormittag konnte sich die Öffentlichkeit bei einem Frühschoppen einen Überblick über die Jagdtätigkeit im Landkreis verschaffen und die über 2.000 ausgestellten Exponate bewundern. Darunter war erstmals auch das Fell eines Marderhundes, der bei Weildorf in die Falle ging. Der Marderhund kommt ursprünglich aus dem östlichen Sibirien und breitet sich erst seit den 1960ern in Deutschland aus. Einig war sich die Versammlung, dass die Pflichthegeschau in Bayern beibehalten werden muß. Daher wurde die in diesem Sinne kürzlich getroffene Entscheidung des Bayerischen Landtags einstimmig begrüßt.

Pünktlich um 13:00 Uhr eröffnete Hans Berger, Vorstand der Kreisgruppe Berchtesgadner Land den amtlichen Teil der Hegeschau im vollbesetzten Saal des Poststalls. Neben den mehr als 200 Jägerinnen und Jägern, waren zahlreiche Ehrengäste gekommen, darunter die Landtagsabgeordnete Michaela Kaniber, Landrat Georg Grabner und der erste Bürgermeister von Teisendorf Thomas Gasser. In ihren Grußworten betonten alle die gute Zusammenarbeit mit den Jägern und das konstruktive Verhältnis zwischen Jägern, Landwirten und Waldbesitzern in der Gemeinde und im Landkreis. Das sei nicht berall so, so der Landrat, umso mehr freue es ihn, denn davon könnten alle nur profitieren. „Bayern steht zur Jagd und zu seinen Jägern“ betonte die Landtagsabgeordnete Michaela Kaniber, daher auch das klare Bekenntnis der CSU im Landtag zur Beibehaltung der Hegeschauen. Sie freue sich auch über den zahlreichen Jägernachwuchs; er sei Garantie, dass jagdlichen Aufgaben auch in der Zukunft erfüllt werden können. Der Bitte nach enger Zusammenarbeit zum Wohle von Wald und Wild schloß sich Daniel Müller, Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten an. Wichtig sei den Staatsforsten die tierschutzgerechte Jagd sowohl zur Steigerung der gesellschaftlichen Akzeptanz als auch für die Direktvermarktung des wertvollen Lebensmittels Wild.

Hochwildjagdberater Andreas Soyter konzentrierte sich in seinem Vortag auf die Themen „Geschlechterverhältnis“ und „Überwinterung“. Beim Umbau des Geschlechterverhältnisses seien zwar leichte Erfolge erzielt worden, die Situation im Landkreis sei aber noch nicht zufriedenstellend.  Er mahnte eine ambitioniertere Vorgehensweise an, um mittelfristig messbare Erfolge zu erzielen. Auch kritisierte er die überdimensionierten Kirrungen (Lockfütterungen), die in manchen  Gebirsgbereichen  Rotwild vom Zug in die Wintergatter abgehalten hätten. Es würde daher dringend ein Kirr- und Fütterungskonzept benötigt. Hier läge der Ball bei der Jägerschaft und der Hochwildhegegemeinschaft.

Der strenge Winter habe dem Hochwild stark zugesetzt, erläuterte Hochwildhegeringleiter Hans Niederberger. Das Wild sei deshalb in tiefere Lagen gewandert. Als Folge sei dort der Verbiß trotz Erfüllung des  Abschusses angestiegen. Beim Rotwild liege die Abschußerfüllung in der Hegegemeinschaft bei  82,5 %, beim Gamswild bei 86%. Davon seien 40 % Gamsböcke. Die Gamsstrecke habe sich in den letzten Jahren stetig erhöht auf jetzt 416. Diese Entwicklung sei kritisch zu hinterfragen, so Niederberger. „Geht’s mit der Gams behutsam um“ mahnte er.

Zufrieden mit der Abschlusserfüllung in  den fünf Niederwild-Hegegemeinschaften zeigte sich Niederwildjagdberater Erich Tropp. Gegenüber dem Vorjahr seien 120 Rehe mehr geschossen worden, bei Rehwild  liege die Quote bei 112 %. Dem Rehwild gehe es sehr gut. Sowohl die Trophäenqualität als auch das Wildbretgewicht seien deutlich gestiegen. Schwarzwild spiele im Landkreis keine Rolle. Es seien  nur ein  Keiler und zwei  Bachen erlegt worden. Tropp gab auch für weitere Arten die Abschußzahlen bekannt, und erwähnte, dass auch Arten wie Waschbär, Fischotter und Marderhund im Kommen seien.

Warum Jagd eigentlich Waldbau sei, führte Leitender Forstdirektor Alfons Leitenbacher,  Leiter des Amtes für Landwirtschaft und Ernährung  in seinem Referat aus. „Jagd kann einen naturnahen Waldbau massiv behindern oder erschweren oder massiv unterstützen“ meinte er. Denn zwischen Schalenwild und Wald bestehe eine enge Wechselwirkung. Das Jagdmanagement habe  einen großen Einfluß auf die Zusammensetzung und Struktur  der Wälder und damit auf ihre Gesundheit, Stabilität und Leistungsfähigkeit. Ein naturnaher  Wald mit hohem Artenreichtum sei  produktiv und zukunftsfähig und tue auch dem Reh gut. Daher müsse das Ziel ein waldverträglicher Wildbestand auf ganzer Fläche sein. Wie im Jagdgesetz festgelegt solle die  Bejagung die natürliche Verjüngung standortgerechter Baumarten im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen ermöglichen.

Dem schloss sich 1. Vorstand Hans Berger abschließend an. Als Vertreter der Jägerschaft setze er sich dafür ein, dass im Landkreis ein stabiler Wald wächst, der den Anforderungen der Zukunft gerade im Klimawandel gerecht werde. Er appelliere an alle, die mit der Jagd zu tun haben.im Gespräch zu bleiben um gemeinsam  dieses Ziel zu erreichen. Als Forum für Information und Meinungsaustausch zwischen Verband, Politik, Wissenschaft und  Behördenvertretern würden die Hegeschauen dabei eine wichtige Rolle spielen und sollten in Richtung Informationsveranstaltung weiterentwickelt werden.

Musikalisch umrahmt wurde die Versammlung in bewährter Weise von dem Jagdhornbläsercorps der Kreisgruppe Berchtesgadener Land.

Bilder von der Hegeschau finden Sie in unserer Bildergallerie

Erfolgreiche Fuchswochen der Kreisjägerschaft

Jungjäger leisten Beitrag zur Kontrolle des Raubwildes

Der Hochwinter ist die Hauptsaison der Fuchsjagd. Auf den ersten Blick mag man sich fragen, wofür sich Jäger in der Kälte die Nacht um die Ohren schlagen. An den eher geringen staatlichen Abschussprämien liegt es nicht.
Vielmehr sind es Seuchenkontrolle und das Erlösen schwer erkrankter Tiere, die den Jäger in die Winternacht treiben. Da der Fuchs keine natürlichen Feinde im Tierreich hat, hat die Population solche Größen erreicht, dass sich gefährliche Tierseuchen mehr und mehr ausbreiten.
Der Fuchsbandwurm ist schon lange endemisch und bis zu 30% der Füchse sind infiziert. Der Parasit wird weniger Fuchs und Hund als vielmehr dem Menschen lebensbedrohlich.
Im vergangenen Jagdjahr fiel den Jägern auch einer hoher Anteil an Fuchsräude auf. Viele der Tiere litten unter massiven Juckreiz und hochgradigem Haarausfall. Für die befallenen Füchse bedeutet eine Infektion oft einen qualvollen Tod. Freilaufende Hunde infizieren sich vor allem an Fuchsbauen.
Zu guter Letzt wurde im letzten Jahr nun auch noch bei drei Füchsen der Verdacht auf die Staupe im Labor bestätigt. Die Staupe ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die Füchse und Hunde befällt. Sie führt über Magen-Darm-Symptome oder eine Infektion des Atmungstraktes hin zu Erkrankungen des Rückenmarks und Gehirns. In den meisten Fällen verläuft sie unter Qualen tödlich.
Die Jägerschaft ist aufgerufen, erkrankte Tiere zu erlösen und durch gezielte Bejagung die Fuchspopulation einzudämmen. Denn je dichter der Besatz umso besser können sich die Krankheiten Fuchsbandwurm, Räude und Staupe ausbreiten.
In diesem Jahr rief die Kreisjägerschaft des Bayerischen Jagdverbandes aus diesen Gründen erstmals die Fuchswochen für Jungjäger aus. Jagdliches Ziel war die Dezimierung der immer weiter wachsenden Raubwildpopulation. Ein weiteres Ziel war aber auch die Förderung des Zusammenhalts und der Freundschaft der jungen Jäger.
„Es gibt sicher angenehmeres, als sich bei Minustemperaturen die Nacht auf dem Hochsitz um die Ohren zu schlagen. Aber es ist ein Dienst am Wildtier und an der Gemeinschaft.“, so der Kreisvorsitzende des Bayerischen Jagdverbandes Hans Berger. Er lud die Jungjäger zur gemeinsamen Streckenlegung und bedankte sich mit einem Weißwurstfrühstück bei den 20 teilnehmenden Jungjägern. Die Streckenlegung mit den Jagdhornbläsern drückt den Respekt und die Achtung vor dem erlegten Tier aus und ist wichtiger Bestandteil des jagdlichen Brauchtums.

Insgesamt konnten in den Fuchswochen 26 Füchse, 10 Marder und 2 Iltisse erlegt werden -ein wichtiger Beitrag der Jägerschaft zur Kontrolle des Raubwildes und der seuchenhaften Verbreitung von Krankheiten.

P1010694

Foto Christoph Werner

Neujahrsempfang des BJV

Empfang

Die Vorstandschaft beim Neujahrsempfang des BJV mit Prof. Dr. Jürgen Vocke und der Jagdprinzessin.

Wir trauern um Herrn Dr. Manfred Weindl

Manfred Weindl

 

 

 

Herr

Dr. Manfred Weindl

 

  1. Vorsitzender der Kreisgruppe Berchtesgadener Land im

Jagdverband Bayern von 1994 bis 2006

Vorsitzender des BJV-Regierungsbezirk Obb von 2006 bis 2014

ab 2014 Ehrenvorsitzender des BJV-Regierungsbezirk Obb.

Die Kreisgruppe Berchtesgadener Land verliert eine Persönlichkeit,

die sich stets mit Herzblut für Wild und Wald eingesetzt hat.

Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten.

Seiner Familie gilt unser aufrichtiges Mitgefühl

Die Vorstandschaft der Kreisgruppe Berchtesgadener Land

im Jagdverband Bayern

 

 

Hubertusfeier der Kreisgruppe BGL

 

Piding: Die Kreisgruppe Berchtesgadener Land hat ihrem Patron dem heiligen Hubertus mit einer feierlichen Messe in Piding gedankt. Vor der Messe hatten die Jäger eine ansehnliche Strecke an der Friedhofsmauer gelegt, wo der 1. Vorsitzende Hans Berger die Gäste begrüßte und über den heutigen Sinn und Zweck der heimischen Jagd sprach. Dabei wurden die einzelnen Tierarten von den Saalachtalern Jagdhornbläser verblasen.

Zu Anfang seiner Betrachtungen sagte Hans Berger, die Jagd sei viel mehr als nur ein Schuss. Er stellte die Frage in den Raum, ob die Hubertusmesse ein Grund zum Feiern, zur Besinnung oder gar ein Grund zum Umdenken sei. Seine Antwort auf diese Frage: Wenn die Jagd, wie von vielen Seiten gefordert, nur eine dienende Funktion, im Sinne von „Schädlingsbekämpfung“ hätte, würden „wir nach und nach verarmen und uns an der Schöpfung versündigen“. Die Jäger müssten es schaffen, den Mitmenschen, aber auch sich selbst klar zu machen, dass waidgerechte Jagd mehr als nur „Beute machen“ ist.

Die Jagd ist ein wertvolles Kulturgut. Die moderne Jagd erhebe deshalb den Anspruch, eine geistige Lebensform zu sein, die einen aufrechten ehrlichen, aber auch demütigen Menschen erforderte, der aufgehe in der Bewunderung der Natur und sich vor ihr verneige. Wenn diese Gesinnungshaltung verloren gehe, werde die Jagd verkommen, meinte Hans Berger. Hubertus  sei ein zügelloser adliger Jäger gewesen, der erst durch die Erscheinung eines weißen Hirsches mit einem Kreuz zwischen den Geweihstangen zur Vernunft gebracht wurde. Vielleicht wäre diese Erscheinung bei dem einen oder anderen Jäger heute auch angebracht, damit dieser zum Umdenken angeregt würde. Bei der Jagd gehe es nicht nur um Abschuss und Beute, sondern um den Respekt vor der Schöpfung und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Tierwelt. „Freuen wir uns, dass wir in unserer Region noch einen einigermaßen intakten, artenreichen  Wildbestand vorfinden. Wir sollten dieses herrliche Fleckchen Erde pfleglich behandeln, damit unsere nachfolgenden Generationen auch etwas davon haben“.

Die anschließende Messe, wurde von Pfarrer Andreas Voglmeier gefeiert, der selbst Jäger ist. Die Messe wurde von der Musik der Jagdhornbläser feierlich begleitet. Auch Parrer Voglmeier hob in seiner Ansprache hervor, wie wichtig eine Jagd sei, die Respekt vor der Schöpfung habe und sorgfältig mit ihr umgehe.

Zum gemütlichen Teil im Gasthaus Altwirt wurden viele Ehrengäste, wie Helmut Fürle als Vertreter von Landrat Graber, sowie Matthias Kringer  vom Landratsamt, Dr. Daniel Müller, Forstbetriebsleiter im Berchtesgadener Land, Alfons Leitenbacher, Leiter des AELF Traunstein, Peter Friedrich vom Vogelschutzbund und Franz Schwab als Vorsitzender der Jagdgenossenschaften im Landkreis begrüßt. Auch seinen Vorgänger Hans Niederberger begrüßte Berger herzlich.

Die musikalische Umrahmung des Abends übernahmen die Salzwieser Tanzlmusi und die Saalachtaler Jagdhornbläser. Während der des Abends wurden auch die „Jägerbriefe“ an die neu ausgebildeten Jungjäger ausgehändigt.

Die Jägerinnen und Jäger der Kreisgruppe Berchtesgadener Land verbrachten noch einige gesellige Stunden bei" jagerischer" Musi und vielen Gesprächen.

Bilder finden Sie unter Galerie Veranstaltungen

Hegeschau 2017 in Teisendorf

Führungswechsel in der Kreisjägerschaft des Bayerischen Jagdverbandes

Ende der Ära Hans Niederberger – Hans Berger als neuer Vorsitzender gewählt

Der große Saal im Altwirt in Piding war bis auf den letzten Platz gefüllt. Über 100 Mitglieder der Kreisjägerschaft Berchtesgadener Land waren am vergangenen Donnerstag der Einladung zur Jahreshauptversammlung gefolgt, galt es doch, einen neuen Vorstand zu wählen.

Zunächst aber ergriff noch einmal Hans Niederberger als 1. Vorsitzender das Wort. Nach sechs Jahren als Vorsitzender der Kreisjägerschaft sei es für ihn Zeit, den Weg für eine neue Führung frei zu machen, meinte Hans Niederberger. Er gehe lieber in Rente, als in Rente geschickt zu werden. Angesichts der darauf folgenden Zusammenfassung der unzähligen Termine des Vorstandes im letzten Jahr ein für jeden nachvollziehbarer Grund. Neben vielen Sitzungen im Landratsamt und mit den Staatsforsten standen jagdkulturelle Veranstaltungen wie jene auf dem Stadtfest Teisendorf und auf der Messe „Hohe Jagd“ in Salzburg, der Jägerhoagascht und die Hubertusmesse in Weildorf auf dem Programm. Gerade diese Veranstaltungen zeigten die Bedeutung der Jägerschaft auch für unser kulturelles Leben im ländlichen Raum.

Immer wieder ging es auch um jagdpolitische Probleme. In Problemgebieten, so Niederberger, müsse noch gezielter im Sinne des Forstes gejagt werden. Er sprach sich allerdings deutlich gegen eine Jagd aus, die das Wild unnötig belastet und beunruhigt. Es gelte beispielsweise, die Sozialverbände beim Wild zu schützen. Daher sprach sich Niederberger gegen den Frühjahrsabschuss beim Gamswild aus und forderte die strikte Einhaltung der Jagdruhezeiten für Gams- und Rotwild. Allerdings sollten nicht nur Jäger die Jagd massvoll einsetzen - auch Freizeitnutzer des Waldes sollten auf die Bedeutung des Waldes als Lebensraum der Wildtiere hingewiesen werden. Hans Niederbergers Rede war in vielen Bereichen ein Plädoyer für eine gezielte, maßvolle Jagd und somit für den Tierschutz. Die Jäger bekundeten während der Rede immer wieder durch langen Applaus ihre klare Zustimmung.

Nach dem Kassenbericht und der Entlastung des Vorstandes standen die Neuwahlen auf dem Programm. Der Pidinger Bürgermeister Hannes Holzner übernahm die Wahlleitung.

Als neuer erster Vorsitzender wurde Hans Berger vorgeschlagen, der bereits seit vielen Jahren als stellvertretender Vorsitzender für die Kreisgruppe arbeitet. Die Auszählung bereitete keine Schwierigkeiten, da die Kreisjägerschaft deutliche Geschlossenheit zeigte. Hans Berger wurde ohne Gegenstimmen zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.

Ebenso deutlich fiel die Wahl der restlichen Vorstände aus. Werner Schmölzl und Max Neudecker sind die neuen stellvertretenden Vorsitzenden, Claudia Pfnür und Georg Rausch übernehmen den Posten als 1. und 2. Kassenwart, Eva Stowasser und Markus Leppertinger wurden zum 1. und 2. Schriftführer gewählt. Als neues Vorstandsamt wurde das Resort Öffentlichkeitsarbeit mit Dr. Christoph Werner besetzt.

Schöner als mit Ehrungen kann die Arbeit als Vorsitzender nicht beginnen und so übergab Hans Berger mit sichtlicher Freude die Ehrennadeln an viele langjährige Mitglieder der Bayrischen Jagdverbandes. Besonders erwähnt seien hier Rupert Enzinger, Hans Hasenknopf und Matthias Noppinger mit 50 Jahren Mitgliedschaft.

Neuer Vorstand2

Der neue und alte Vorsitzende: Hans Berger, Bgm Hannes Holzner, Hans Niederberger (v.l.n.r)

Weitere Bilder finden Sie in unserer Bildergallerie

Schießaufsichtenlehrgang zum 6. Mal erfolgreich durchgeführt

Berchtesgadener Land/Dorfen: Die Kreisgruppe Berchtesgadener Land im Landesjagdverband Bayern führte in Emmering bei Dorfen den 6. Schießaufsichtenlehrgang mit deutlich gestiegener Teilnehmerzahl durch. Der Kreisvorstand hatte die Teilnahme insbesondere auch für andere oberbayerische Kreisgruppen geöffnet. Ein BJV-Mitgliedsverein war gleich mit dem Vorsitzenden Norbert Ullmann und zehn Jägerinnen und Jägern erschienen. Das Interesse die „Gelbe Aufsichtenkarte“ des BJV zu erwerben nimmt zu. Das Interesse mitzuwirken wächst wieder.
Die zentrale Organisation und der Ablauf vor Ort lag in den Händen von Dr. Markus Turba , im Vorfeld besonders von Hans Berger, stellv. Vorsitzenden und der stellv. Kreisschriftführerin Eva Stowasser in Zusammenarbeit mit der BJV-Landesjagdschule in Feldkirchen bei München unterstützt. Dr. Markus Turba konnte als Lehrgangsleiter den Waffen- und Schießstandsachverständigen Ing. Dieter Stiefel gewinnen.
Nach der Einweisung in den Lehrgangsablauf, durch den Organisator, wies Gerhard Schröter, Mitglied im BJV-Schießausschuss, zuständig für den Fachbereich „Jagdliche Praxis“ für Landesebene, sowie Schiessobmann des BJV für den Regierungsbezirk Oberbayern, auf die Bedeutung und Verantwortung des Schießaufsichtenwesens hin. Es dient dem sicheren Üben für tierschutzgerechte, waidgerechte und erfolgreiche Jagd. Auf dem Stand übt man. Im Revier kann man nur im Bedarfsfall, bei Beachtung aller Sicherheiten An- und Einschießen aber nicht Üben. Dies geht nur auf zugelassenen Schießständen. Die Abschusspläne können nur mit guter Treffsicherheit erfüllt werden. Die gilt auch für die zunehmend sehr wichtige Schwarzwildbejagung in ganz Bayern. Jagd ist kein Vergnügen, sondern ein Teil der Landeskultur.
Dann übernahm der Referent Dieter Stiefel und führte versiert und erfahren in die Aufgaben und Befugnisse der Schießaufsichten ein. Dabei konnten auch wichtige Fragestellungen der Teilnehmenden umfassend geklärt werden. Keine Frage blieb offen. Auf alle Arten jagdlicher Großkaliberschießstände wurde genau eingegangen. Die Grundvoraussetzung und Verhaltensweisen aller Schießenden, die es stets zu gewährleisten gilt, wurden im Detail erläutert. Auch eingehauste Schießstände waren ein sicherheitsrelevantes, wichtiges Thema.
Nach Lehrgangsabschluss wurden von Dieter Stiefel die Lehrgangsnachweise und gelben Aufsichtenkarten vergeben. Dr. Markus Turba, Ing. Dieter Stiefel und Gerhard Schröter konnten die Teilnehmenden verabschieden, wobei Letzterer auch den Dank und die Anerkennung von dem BJV-Bezirksvorsitzenden von Obb., Thomas Schreder aussprechen konnte, der sich über die weiter steigende Aufsichtendichte sehr freue.

 Schieaufsicht2016

Scheckübergabe an Bergwalderlebniszentrum

Beim 14. Jagahoagart, der am 30.07.2016 bei traumhaftem Wetter auf der Zirmbergalm am Fuße der Hörndlwand stattfand, wurde der Erlös in Höhe von € 300 an das Bergwalderlebniszentrum gespendet. Der Moderator Peter Gillesberger führte die 5 Musikgruppen, dieRupertiwinkler Jagdhornbläser und die Altenmarkter Parforcehornbläser durch das Programm.

Auch Dank namhafter Sponsoren kam der Spendenbetrag zusammen. Diese Spende kommt den Kindern im Rahmen der Waldpädagogik und anderen Projekten  zu Gute. Der Scheck wurde von Hans Niederberger (1. Vorsitzender Jagdverband Kreisgruppe Berchtesgaden), Hans Berger (Stellvertreter), Lucie Egner und Martin Mayer (Organisation)  an Herrn Thomas Dankemeyer (Leiter Bergwalderlebniszentrum) und Herrn Alfons Leitenbacher (Leiter AELF Traunstein) übergeben.

 Scheckuebergabe

Bild Beschreibung: Von links nach rechts
Hr. Leitenbacher, Herr Dankemeyer, Herr Niederberger, Frau Egner, Herr Mayer und Herr Berger

Nachsuchengespanne

Seit diesem Jagdjahr 2016/17 haben wir 2 Nachsuchengespanne die zur Nachsuche angefordert werden können.

Nähere Informationen finden Sie unter der Rubrik JAGDWESEN NACHSUCHEN

  • 1
  • 2