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BJV erfolgreich im Einsatz für Trichinenuntersuchungsstellen
Mit einem positiven Ergebnis endete kürzlich die Gesprächsrunde im Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit über die Akkreditierung von Trichinenuntersuchungsstellen. Der Wunsch des BJV, ein flächendeckendes Angebot bereit zu halten, hat die Vertreter des Ministeriums zum Umdenken bewogen. Auf Anregung des Ministeriums soll nun eine Bedarfsanalyse stattfinden. An dem Gespräch bei Ministerialdirektor Dr. Michael Höhenberger nahmen Vizepräsident Dr. Günther Baumer und der BJV-Geschäftsführer Dr. Joachim Reddemann teil. Mit dabei waren außerdem Vertreter des Bauernverbandes, der Tierärztekammer und der Bayerischen Metzgerinnung.
Bisher war das Ministerium von maximal einer Trichinenuntersuchungsstelle in jedem Landkreis ausgegangen, was in vielen Fällen zu unzumutbar langen Anfahrtswegen für die Jäger geführt hätte. In den Landkreisen, in denen die Schwarzwildstrecken besonders hoch sind, sollen nun mehrere Trichinenuntersuchungsstellen in Betrieb bleiben. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wird nun mit den Landratsämtern Gespräche über die notwendige Zahl von Untersuchungsstellen führen. Eingebunden in die Ermittlung des Bedarfs sind dabei die örtlichen Vertreter des Jagdverbandes.
In einer Resolution, die beim Landesjägertag im März 2011 in Schweinfurt vorgelegt wurde, forderte der Bayerische Jagdverband (BJV) bereits die zuständigen Entscheidungsträger in Politik und Staat auf, die Trichinenuntersuchungsstellen für Schwarzwild in Bayern flächendeckend und ortsnah zu erhalten. Dies ist nach Ansicht des BJV für eine einwandfreie Fleischhygiene sowie für eine effiziente Schwarzwildreduktion mithin für die Minimierung entsprechender Wildschäden unverzichtbar.
Die bundesdeutsche und bayerische Umsetzung einer entsprechenden EU-Vorgabe zur Akkreditierung von Trichinen-Untersuchungsstellen für Schwarzwild hat eine deutliche Reduktion auf maximal eine Untersuchungsstelle pro Landkreis vorgesehen, obwohl dies die EU-Vorgabe nicht festschreibt. Der BJV lehnte eine Reduzierung der Stellen von Anfang an ab, weil dadurch seiner Meinung nach der organisatorische und finanzielle Aufwand für eine entsprechende Untersuchung unverhältnismäßig steigt. Er befürchtet, dass gerade die notwendige Bejagung der Frischlingsklasse darunter leide und dies mit Blick auf die notwendige Schwarzwildreduktion äußerst kontraproduktiv sei.
Übrigens: Wie notwendig die Untersuchung ist, zeigt der gerade jüngst bekannt gewordene Fall. Bei einem in der Nähe von Doberlug-Kirchhain (Landkreis Elbe-Elster) erlegten Wildschwein ist massiver Trichinenbefall festgestellt worden. Das teilt das Veterinäramt des Kreises mit.
Hier die Stellungnahme von Staatsminister Dr. Markus Soeder
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