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Offene E-Mail
Sehr geehrter Herr Prof. Vocke,
sehr geehrter Herr Prof. Fink,
sehr geehrter Herr Schopf,
sehr geehrter Herr Damm,
sehr geehrte Redaktionsmitglieder verschiedener Jagdzeitungen,
sehr geehrte Tier- und Naturfreunde,
hiermit übersende ich Ihnen einen Gästebucheintrag von "jagalois", der ebenso wie auch ich, nicht verstehen kann, was in den Köpfen mancher Ideologen und angeblicher Fachleute vorgeht. Offensichtlich fühlt sich "jagalois" von seinem eigenen Verband, dem Bayerischen Jagdverband e.V., ebenso verlassen, wie auch ich und viele meiner Jagdfreunde sich fühlten und noch fühlen.
Der gut gemeinte Artikel des BJV spricht die Bevölkerung an und das ist ein guter Weg.
Dass zum großen Teil nicht die Bevölkerung, sondern der Umgang mit dem Wild durch unsere neuen Jagdmethoden - Bewegungsjagden mit frei jagenden Hunden, Kirrung bis zum Ende der Schusszeit, ganzjährige Schonzeitaufhebungen und Aushebelung des Nachtjagdverbotes auf Schalenwild, der Grund allen Übels sind, scheint mit diesem Artikel vergessen!?
Nein! Nun kommt wohl auch noch der "selektive Gatterabschuss" - das frei lebende Wild wird damit zum Spielball der "Forstmanager".
Sehr geehrte Landtagsabgeordnete, Herr Prof. Vocke, Herr Prof. Fink, Herr Schopf, Herr Damm, Redakteure verschiedener Zeitungen! Wie lange will man diesem Unfug noch zusehen?
Statt sich gegenseitig mit Anschuldigungen abzuwatschen damit den Wildgegnern in die Hände zu spielen und von den Themen abzulenken, sollten Sie endlich die Courage finden, miteinander am gleichen Strang zu ziehen - und zwar in die gleiche Richtung!
Johann Bader (1. Vorsitzender des Bund Bayrischer Berufsjäger) zeigt als Gründungsmitglied der Jagdagenda21, dass dringender Handlungsbedarf besteht!
Artikel wie "Jagdagenda21 nicht vereinbar mit BJV (WuH 2/2012)" und die "Geheimdiplomatie des BJV (Pirsch 3/2012)" schaden der bayerischen Jagd, uns Jägern und vor allem unserem frei lebenden Wild!
Herr Prof. Vocke, Sie sind durch uns 45.000 BJV-Mitglieder in der starken Position, hier auf die "abtrünigen" (in Wahrheit aber couragierten) Jagenda21-Mitglieder (ebenfalls BJV-Mitglieder!!!) zugehen zu können.
Sie sind der Präsident des Bayerischen Jagdverbandes, Sie sind ehemaliger Landtagsabgeordneter (von uns allen aus Überzeugung gewählt), Sie haben auch deshalb den Sitz im Beirat der Bayerischen Staatsforsten. Auf berechtigte Kritik nun mit Gegenschlägen zu reagieren und die Motive der Jagenda21 schlecht zu reden, ist meiner Meinung nach der falsche Weg!
Beweisen Sie Mut und Courage! Bitte gehen Sie auf die Jagenda21 offen und mit Ehrlichkeit zu! Prüfen und bewerten Sie objektiv die vorgebrachten Kritikpunkte! Sowohl BJV-, als auch Jagenda21-Mitglieder erwarten dies von Ihnen.
Übrigens, hier in den Bergen liegt zur Zeit 100 cm Schnee auf 850 m Meereshöhe, Rehe stehen bereits bei den Bauern auf den Misthäufen und hinter den Stadeln. Die Temperaturen liegen im zweistelligen Minusbereiche und dies seit längerer Zeit! Und - die Bayerischen Staatsforste füttern das Rehwild trotzdem nicht. Es ist eine Schande und ganz sicher nicht Bürgerwille!
Bitte werden sie aktiv - Nutzen Sie Ihre Stärke für das Wild, die waidgerechte Jagd und nicht zuletzt für uns bayerischen Bürger.
Unser aller Motto sollte sein: "Mia miass'n zam hoid'n und zam heuf'n!"
Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil
Ludwig Fegg
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