Dem Herrgott gedankt und des Schutzpatrons gedacht

Hubertusfeier der Jäger mit stimmungsvollem Gottesdienst und geselligem Abend

 

Berchtesgadener Land – Die im Kreisverband Berchtesgadener Land desDsc03285 Bayerischen Jagdverbands organisierten Jägerinnen und Jäger feierten nach alter Tradition auch heuer das Gedenken an ihren Schutzpatron, den heiligen Hubertus. Als Ort der Hubertusfeier wurde Neukirchen am Teisenberg gewählt, und die Vorstandschaft hatte damit eine glückliche Hand bewiesen. Der Gedenkgottesdienst fand in der jagdlich ansprechend geschmückten Pfarrkirche statt. Dort dankten die Jäger dem Herrgott dafür, dass sie in der herrlichen Natur des Berchtesgadener Landes ihrem Waidwerk nachgehen dürfen. Für die anschließende weltliche Feier bot der Saal im Haus des Gastes den passenden Rahmen. Dabei stand der Besuch des Präsidenten des Bayerischen Jagdverbands, Prof. Jürgen Vocke, und der Jagdkönigin des Verbands, Marion Lenz, im Mittelpunkt.

Eingeleitet wurde die Hubertusfeier mit dem „Verblasen der Strecke“, wie es in der Jägersprache heißt. Auf dem Kirchplatz wurde dazu erlegtes Wild stimmungsvoll präsentiert. Der 1. Vorsitzende der Kreisgruppe, Hans Niederberger, begrüßte die Jägerinnen und Jäger, die Jagdhornbläser der Gruppe Rupertiwinkel sowie die Zuschauer. Er erzählte von einem mystischen und für ihn unvergesslichen Erlebnis am 3. November, dem Gedenktag des heiligen Hubertus, als junger Jäger bei der Gamsjagd und ging auf das Bemühen ein, am Teisenberg wieder einen tragbaren Bestand an Rotwild aufzubauen, wofür er den Beteiligten dankte. Mit dem jägerischen Sinnspruch „Waidmännisch jagt, wie sich’s gehört, wer den Herrn im Geschöpfe ehrt“ leitete er über zum erlegten Wild, für das die Jagdhornbläser dann die jeweiligen Signale ertönen ließen.

Dsc03269In der Pfarrkirche St. Ulrich zelebrierte Pfarrer Franz Hohnheiser den Gedenkgottesdienst, der eingeleitet wurde mit dem beeindruckenden Spiel der Jagdhornbläser und umrahmt mit der außergewöhnlich stimmungsvoll und feinfühlig vorgetragenen „Waldler-Messe“ durch die „Kirchenmauer-Musi“ aus Neukirchen.Bairisch, sympathisch und geradeheraus stellte Pfarrer Hohnheiser dann seine Gedanken über den heiligen Hubertus und die Jagd in den Kirchenraum. Er ging auf die Vita des Schutzheiligen ein und wies auf die Pflicht des Jägers zur Hege und Pflege den Wildes hin. Für ihre Arbeit gebühre den Jägern Dank. Sie selbst aber sollten Gott danken dafür, dass sie in seiner herrlichen Schöpfung  ihrer Passion nachgehen und ihren Beitrag für die Erhaltung der freilebenden Tierwelt leisten können.

Im Haus des Gastes begrüßte dann der Kreisvorsitzende Niederberger die Gäste, unter ihnen besonders des BJV-Präsidenten und die Jagdkönigin sowie den BJV-Bezirksvorsitzenden von Oberbayern, Manfred Weindl, aber auch den Teisendorfer Bürgermeister Franz Schießl, Landratsstellvertreter Rudi Schaupp und den Leiter des staatlichen Forstbetriebs Berchtesgaden, Dr. Daniel Müller.

Sein Dank galt den Neukirchener Jägerinnen und Jägern für die hervorragende Hilfe beim Legen der Strecke und bei der herrlichen Ausschmückung der Kirche und des Saals, dem Geistlichen für die außergewöhnlich schöne Hubertusmesse den Musikern und Sängern für die stimmungsvolle Gestaltung, dem Bürgermeister für die kostenlose Überlassung des Hauses des Gastes, den Jagdhornbläsern und den Musikanten im Saal, der Feuerwehr Neukirchen für die Absperrung und Verkehrsleitung sowie allen, die die Kreisgruppe in irgendeiner Weise unterstützen. Wenn alle zusammenhelfen, dann sei das Gelingen garantiert, und so solle es auch bei der Jagd sein im Zusammenwirken von Jägern, Förstern, Bauern und anderen Waldbesitzern, denen am Erhalt des Wildes gelegen ist.

Bürgermeister Schießl dankte den Jägern in seinem Grußwort für ihre Arbeit auch in der Umweltbildung in der Gemeinde und drückte seine Freude darüber aus, dass heuer die Hubertusfeier in Neukirchen stattfindet. Landratstellvertreter Rudi Schaupp, selbst Jäger, stellte in seinem Grußwort die Dankbarkeit für die schönen Erlebnisse in der freien Natur in den Vordergrund und übermittelte die Grüße von Landrat Georg Grabner. Die neue Jagdkönigin Marion Lenz stellte sich dann vor, und der BJV-Präsident Jürgen Vocke ergriff die Gelegenheit, die Problematik zwischen der Erhaltung eines tragbaren  Wildbestands und der optimierten  wirtschaftlichen Nutzung des Waldes in allen Facetten darzulegen. Der modern gelebte Hubertusgedanke habe den Tierschutz, den Naturschutz und die Anwaltschaft für das Wild im Sinn. Auch Die Land- und Forstwirtschaft trage dafür eine Mitverantwortung.

Vocke bezeichnete es als Ehre, zu der Hubertusfeier eingeladen worden zu sein, und er sprach sowohl dem Kreisvorsitzenden Niederberger als auch dem Bezirksvorsitzenden Weindl Anerkennung aus für ihre fruchtbare Arbeit im Dienste der Jagd.Niederberger dankte dem Präsidenten und der Jagdkönigin für ihr Kommen und für ihre Worte.

Dann ging die Gesellschaft zum gemütlichen Teil der Hubertusfeier über, zu dessen Gelingen die „Hallgrafen-Musi“, der „Neukirchner Zwoag’sang“  mit jagerischen Liedern und ein Conferencier mit launigen Geschichten und Gedichten ihren Teil beitrugen.

In diesem Rahmen wurden auch die „Jägerbriefe“ an die Jungjäger überreicht, die heuer ihre staatliche Jagdprüfung mit Erfolg abgelegt hatten. Es waren dies Gerhard Aicher aus Haberland bei Surheim, Rudi Angerer aus Vorderettenberg bei Marktschellenberg, Christian Aschauer aus Karlstein, Bernhard Höppener aus Anger, Max Klose aus Türk/Marzoll, Andreas Lange aus Bayerisch Gmain, Michael Najdrowski aus Abtsdorf, Dr. Robert Reith aus Bad Reichenhall, Anton Resch aus Abtsdorf, Thorsten Suermann aus Freilassing und  Mauritz. Volkmer aus Passau. Allerdings waren von den elf Jungjägern nur sechs zur Hubertusfeier gekommen.Der Kreisvorsitzende gratulierte ihnen.

Niederberger dankte dem Ausbildungsleiter Erich Tropp mit seinen Mit-Ausbildern für ihre erfolgreiche Arbeit. Mit „Weitpreisen wurden Präsident Vocke, dessen und die Jagdkönigin ausgezeichnet. Der langjährige frühere Hornmeister der Jagdhornbläsergruppe Rupertiwinkel und Jungjäger-Ausbilder Max Poschner erhielt eine Ehrung sowie ein Präsent für seine 50jährige Mitgliedschaft im Bayerischen Jagdverband.

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