Staatsministerin Michaela Kaniber eröffnet Symposium „Mensch – Bergwald –Wild“

Mammutaufgabe für vielfältige Ansprüche im Alpenraum

Bayerisch Gmain. Der Alpenraum wird zunehmend überbeansprucht und überfordert. Wie kann die Balance zwischen den verschiedenen Interessen und Interessensgruppen gefunden werden um das Ökosystem auch für nachfolgende Generationen zu erhalten. Dies wurde beim Symposium „Mensch – Bergwald – Wild“ in Bayerisch Gmain intensiv diskutiert.
Eingeladen hatte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein in enger Zusammenarbeit mit der Jägerschaft des Berchtesgadener Land.
Die Veranstaltung war gut besucht. Ca. 140 Interessierte aus dem Bereich Waldbauern, Jäger, Forstleute, Bund Naturschutz, Tourismus, Wasserwirtschaft, Vereine, Behörden und Politik waren der Einladung gefolgt.
Die Tagung eröffnete Staatsministerin für Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber. Sie hatte nach zahlreichen Gesprächen mit verschiedenen Interessensgruppen die Veranstaltung angeregt, welche als Forum für alle, denen die Zukunft unserer einmaligen Gebirgswelt am Herzen liegt und die sich konstruktiv bei der Suche nach gemeinsamen Lösungen einbringen wollen.
„Wir stehen in der großen Verantwortung, dieses wertvolle Erbe, diese einzigartige Kulturlandschaft in ihrer ganzen Vielfältigkeit zu erhalten und in eine sichere Zukunft zu führen“, so die Staatsministerin.
Die Bedürfnisse der Waldbesitzer und Jäger dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Dafür habe sie sich auch bei der Fortschreibung des Waldpaktes eingesetzt. Auch auf die Auswirkungen der zunehmenden Freizeitgestaltung in den Alpen ging die Ministerin ein und erwähnte als Beispiel die Schitouren mit Stirnlampe oder das Mountainbiken auch abseits der Wege.
Folgt man den Statements der Vertreter einzelner Interessengruppen erkennt man in der Schwerpunktsetzung viele Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede, die letztendlich zusammengeführt und aufeinander abgestimmt werden müssen. Die Forstwirtschaft hat vor allem den Bergwald als zentrales Element des Alpenraumes im Blick. Dieser müsse fachgerecht geschützt und bewirtschaftet werden.
So äußerten sich Dr. Gerhard Schreyer, der ehemalige Leiter der Bayerischen Staatsforstverwaltung, Walter Raith, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein, Peter Nagel, Geschäftsführer von BGL Tourismus jeweils aus deren speziellen Sichtweise zum Thema.
Im Anschluss hatten Hans Berger, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe BGL und Thomas Schreder, Vizepräsident vom Bayerischen Jagdverband das Wort und beide sind überzeugt, dass Wald und Wild zusammengehöre. Den Bauernstand vertrat Georg Baumgartner, BGL-Kreisbauernobmann und meinte, man brauche keine Überregulierungen und keine schleichende Enteignung der Bauernschaft, um die Umwelt zu schützen. Die Jagd sei heute für alle notwendiger denn je.

Bilder zu dieser Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie