Hubertusfeier der Kreisgruppe BGL

 

Piding: Die Kreisgruppe Berchtesgadener Land hat ihrem Patron dem heiligen Hubertus mit einer feierlichen Messe in Piding gedankt. Vor der Messe hatten die Jäger eine ansehnliche Strecke an der Friedhofsmauer gelegt, wo der 1. Vorsitzende Hans Berger die Gäste begrüßte und über den heutigen Sinn und Zweck der heimischen Jagd sprach. Dabei wurden die einzelnen Tierarten von den Saalachtalern Jagdhornbläser verblasen.

Zu Anfang seiner Betrachtungen sagte Hans Berger, die Jagd sei viel mehr als nur ein Schuss. Er stellte die Frage in den Raum, ob die Hubertusmesse ein Grund zum Feiern, zur Besinnung oder gar ein Grund zum Umdenken sei. Seine Antwort auf diese Frage: Wenn die Jagd, wie von vielen Seiten gefordert, nur eine dienende Funktion, im Sinne von „Schädlingsbekämpfung“ hätte, würden „wir nach und nach verarmen und uns an der Schöpfung versündigen“. Die Jäger müssten es schaffen, den Mitmenschen, aber auch sich selbst klar zu machen, dass waidgerechte Jagd mehr als nur „Beute machen“ ist.

Die Jagd ist ein wertvolles Kulturgut. Die moderne Jagd erhebe deshalb den Anspruch, eine geistige Lebensform zu sein, die einen aufrechten ehrlichen, aber auch demütigen Menschen erforderte, der aufgehe in der Bewunderung der Natur und sich vor ihr verneige. Wenn diese Gesinnungshaltung verloren gehe, werde die Jagd verkommen, meinte Hans Berger. Hubertus  sei ein zügelloser adliger Jäger gewesen, der erst durch die Erscheinung eines weißen Hirsches mit einem Kreuz zwischen den Geweihstangen zur Vernunft gebracht wurde. Vielleicht wäre diese Erscheinung bei dem einen oder anderen Jäger heute auch angebracht, damit dieser zum Umdenken angeregt würde. Bei der Jagd gehe es nicht nur um Abschuss und Beute, sondern um den Respekt vor der Schöpfung und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Tierwelt. „Freuen wir uns, dass wir in unserer Region noch einen einigermaßen intakten, artenreichen  Wildbestand vorfinden. Wir sollten dieses herrliche Fleckchen Erde pfleglich behandeln, damit unsere nachfolgenden Generationen auch etwas davon haben“.

Die anschließende Messe, wurde von Pfarrer Andreas Voglmeier gefeiert, der selbst Jäger ist. Die Messe wurde von der Musik der Jagdhornbläser feierlich begleitet. Auch Parrer Voglmeier hob in seiner Ansprache hervor, wie wichtig eine Jagd sei, die Respekt vor der Schöpfung habe und sorgfältig mit ihr umgehe.

Zum gemütlichen Teil im Gasthaus Altwirt wurden viele Ehrengäste, wie Helmut Fürle als Vertreter von Landrat Graber, sowie Matthias Kringer  vom Landratsamt, Dr. Daniel Müller, Forstbetriebsleiter im Berchtesgadener Land, Alfons Leitenbacher, Leiter des AELF Traunstein, Peter Friedrich vom Vogelschutzbund und Franz Schwab als Vorsitzender der Jagdgenossenschaften im Landkreis begrüßt. Auch seinen Vorgänger Hans Niederberger begrüßte Berger herzlich.

Die musikalische Umrahmung des Abends übernahmen die Salzwieser Tanzlmusi und die Saalachtaler Jagdhornbläser. Während der des Abends wurden auch die „Jägerbriefe“ an die neu ausgebildeten Jungjäger ausgehändigt.

Die Jägerinnen und Jäger der Kreisgruppe Berchtesgadener Land verbrachten noch einige gesellige Stunden bei" jagerischer" Musi und vielen Gesprächen.

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