Eindrucksvolle Hubertusfeier in St. Bartholomä

Die Jägerschaft des Berchtesgadener Landes feiert ihren Schutzpatron in St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land:

Bei eindrucksvoller Abendstimmung fuhren zwei Schiffe mit Jägerinnen und Jägern und Freunden der Jagd über den Königssee zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä um dort ihrem Schutzpatron, dem heiligen Hubertus zu danken. Während der Fahrt über den See erklärten Angestellte der Schifffahrt Wissenswertes über den Königssee und bezauberten die Fahrgäste mit dem berühmten Echo vom Königssee. Nach dem Eintreffen der beiden Schiffe wurden die Gäste von den Reichenhallern Jagdhornbläsern unter der Leitung von Hornmeister Rudi Atzenberger feierlich empfangen. Der Vorsitzende der Kreisgruppe Berchtesgadener Land im Landesjagdverband Hans Niederberger, begrüßte die Anwesenden an der Strecke des heimischen Wildes. Die Berufsjäger vom Nationalpark Anderl Soyter und Ernst Schellmoser hatten die Strecke sehr eindrucksvoll vorbereitet. Der Höhepunkt vor dem Verblasen der Strecke war das Anliefern eines Gamsbocks über den See, mittels eines historischen Landauers , der von Fackeln beleuchtet war. Organisiert und begleitet von Michael Brandner, dem Vertreter der Königsseeschifffahrt, der nun auch die Gäste willkommen hieß und seine Freude darüber zum Ausdruck brachte, dass diese traditionelle Veranstaltung in St. Bartholomä stattfand. So wie auch in den letzen Jahren ermahnte Hans Niederberger alle Verantwortlichen mit den heimischen Wildtieren behutsam umzugehen. Hirsch, Gams und Reh gehören zu unserer Kulturlandschaft und haben auch eine Daseinsberechtigung. Der Mensch hat nicht das Recht Lebewesen, sei es Pflanzen oder Tiere zu klassifizieren. Der erste Vorsitzende ging auf jede Wildart ein und bat die Bläser um das dazugehörige Signal. Nach dem Verblasen der Strecke zogen die Anwesenden mit Herrn Kaplan Wiesheu zum gemeinsamen Gottesdienst in die Wallfahrtskirche ein. Kaplan Wiesheu und die Reichenhaller Bläser gestalteten eine unvergessliche Hubertusmesse. Die kleine Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Nach dem Gottesdienst fand die Feier ihren weiteren Verlauf im angrenzenden Gasthaus. Die Gäste wurden dort bereits bei festlich gedeckten Tischen von der „Priesbergmusi“ mit frischen alpenländischen Klängen begrüßt. Nach einer kurzen Begrüßung der Ehrengäste übergab Hans Niederberger das Wort dem Hausherrn 1. Bürgermeister der Gemeinde Schönau Franz Rasp das Wort. Bürgermeister Rasp drückte seien Freude darüber aus, dass die Hubertusfeier in seiner Gemeinde stattfindet. Weiterhin führte er aus, dass Wald und Wild, Jagd und Natur ein wichtiger Bestandteil dieser Region seien. Sein großes Anliegen ist, dass diese Tradition weiterhin bewahrt bleibt. Als stellvertretender Landrat und Jäger richtete Rudi Schaup ein Grußwort an die Veranstaltung. Auch ihm erscheint es von großer Bedeutung, dass Wald und Wild in Einklang gebracht wird. Er gratulierte den Verantwortlichen der Kreisgruppe zur gelungenen Veranstaltung und wünschte ihnen weiterhin alles Gute. Der Bezirksvorsitzende des Landesjagdverbandes Bayern, Thomas Schreder bedankte sich ganz herzlich für die Einladung und lobte die Verdienste von Hans Niederberger und Hans Berger. Beide sind zwar in der Sache kritisch, stets aber konstruktiv, vorausschauend und loyal. Nach einem hervorragenden 3-Gänge-Menü, zahlreichen Musikeinlagen, vielen Gesprächen legten beide Schiffe gegen 22.30 Uhr in Bartholomä wieder ab und brachten die beeindruckten Gäste wieder zur Seelände zurück. Diese außergewöhnliche Hubertusfeier wird für viele Besucher noch lange in Erinnerung bleiben.
Bericht: Hans Berger Foto: Hans Niederberger beim Verblasen der Strecke mit Michael Brandner

Hubertusfeier2015

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