Hubertusfeier der Kreisgruppe BGL mit besinnlichem Gottesdienst

Einsatz für Waidgerechtigkeit und Dialog waren Inhalt der Hubertusansprache

Dieses Jahr wurde der Hubertustag, der immer ein besonderer Festtag für die Jäger ist, in Piding begangen.
Feierlich und ehrenvoll mutete der Platz vor dem Pidinger Altwirt an, als bei einbrechender Dunkelheit die Jäger zum Verblasen der Strecke eintrafen. Auf Tannenzweigen waren die heimischen, erlegten Wildarten ausgelegt, umrahmt von brennenden Fackeln.
Der erste Vorsitzende Hans Berger wandte sich zunächst mit nachdenklichen Worten an die Zuhörer. Ist es denn noch zeitgemäß in Zeiten von Internet und fortschreitender Technisierung, sich zu Ehren eines Schutzpatrons zu treffen und eine entsprechende Feier abzuhalten. „Der Heilige Hubertus hat uns das ganze Jahr begleitet und Unheil abgewandt.“ Vielen Menschen sei die Bedeutung von heutigen Schlagworten wie „Fridays for Future“ oder Klimawandel“ nicht bewusst. Das beste Beispiel war die Aktion „Rettet die Bienen“, sagte Hans Berger und ergänzte: „Von selbst ernannten Naturschützern und Gegnern, von Forderungen, die Jagd ganz einzustellen oder ganzjährig sogar mit Nachtsichtgeräten auszuüben, distanzieren wir uns im Berchtesgadener Land.“ „Wir schöpfen von der Natur, vom Zuwachs des jagdbaren Wildes ab und verwerten es regional.“
Hans Berger appellierte an alle, für einen guten Umgang miteinander, für Offenheit und Toleranz. So schloss der Vorsitzende sein Grußwort.
Eine alte Tradition ist, dass bei der Hubertusfeier die Strecke „verblasen“ wird. Dazu gab es von den Rupertiwinkler Jagdhornbläsern für jede erlegte Wildart ein entsprechendes Jagdsignal. Hans Berger informierte hier zu den einzelnen Abschusszahlen. Im Anschluss dankte er Christiane Fagerer und der Familie Jegan für die perfekte Vorbereitung.
Danach wanderte die Jagdgesellschaft in die nahe Pfarrkirche, um den gemeinsamen Gottesdienst zu feiern. Pfarrer Ionel Anghel feierte die Messe und Diakon Peter Walter hielt die Predigt, so wie man es von ihm gewohnt ist in bayerischer Mundart.
Nach der eindrucksvollen Messe trafen sich die Teilnehmer im herbstlich dekorierten Altwirtssaal. Hans Berger konnte viele Ehrengäste begrüßen, unter ihnen Mitarbeiter der Unteren Jagdbehörde im Landratsamt, der Leiter des Forstbetriebst Berchtesgaden, Dr. Daniel Müller, der 2. Bürgermeister der Gemeinde Piding Andreas Argstatter, der auch ein Grußwort an die Festgäste richtete.
Helmut Fürle, als Landratstellvertreter unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung des Waldes als natürlicher Lebensraum des Wildes.
Ein besonderer Moment der Hubertusfeier war die Vergabe der Jägerbriefe. Acht neue Jungjäger, davon 5 Frauen, erhielten eine kunstvoll gestaltete Urkunde von der Vorstandschaft überreicht.
Bei zünftiger musikalischer Unterhaltung mit der „Leitenbach Musi“ wurde anschließend fröhlich weitergefeiert.

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